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Setsubun – Der letzte Tag der großen Kälte

Setsubun (jap. 節分) bezeichnet den Wechsel der Jahreszeiten, vom Winter zum Frühling und feiert den letzten Tag der „großen Kälte“. Gleichzeitig markiert der Tag den Beginn der Feierlichkeiten zum Frühlingsbeginn. Im japanischen Mondkalender findet Setsubun am letzte Tag vor Beginn der vierten (von 24) Stationen des Jahres statt – meist am 3. oder 4. Februar. Zum Setsubun finden traditionelle Rituale statt, die sich mit der Vertreibung von Oni (japanische Dämonen) auseinandersetzen.

Dämonen hinaus! Glück herein!

Mit dem Ruf „Oni ha soto! fuku ha uchi!“ (jap. 鬼は外! 福は内!) werden die Oni herausgebeten und das Glück nach Hause eingeladen. Beim Mame-maki (jap. 豆まき), dem traditionellen Bohnenstreuen, werden geröstete Sojabohnen auf als Oni verkleidete Menschen geworfen. Alternativ können die Bohnen auch im Haus geworfen werden, jahresabhängig in eine „glückliche“ oder „unglückliche“ Richtung. Dabei wird die Formel zum Vertreiben der Oni gesprochen, meist vom Familienoberhaupt.

Die Bohnen sollen das Haus symbolisch von allem Bösen befreien, was Unglück oder schlechte Gesundheit über die Familie bringen könnte. Um das Glück ins Haus zu holen, werden die gerösteten Sojabohnen auch gegessen: Eine für jedes Lebensjahr, und eine weitere für das nächste Jahr. Auch an Schreinen und Tempeln werden die Bohnen in kleinen Säckchen an Besucher verschenkt. Bei großen Zeremonien, wie in Tokyo, werden auch Süßigkeiten oder kleine Umschläge mit Geld in die Menge der Zuschauer geworfen. Auch wenn es sich beim Setsubun nicht um einen gesetzlichen Feiertag in Japan handelt, wird das Fest groß gefeiert.

Setsubun – Der Frühlung kann kommen!

Neben dem Mame-maki gibt es noch einige weitere Traditionen, mit denen Setsubun begangen wird. Ein Typisches Essen, neben den Sojabohnen, ist an diesem Tag auch Ehōmaki (jap. 恵方巻). Diese Reisrollen sind größer als gewöhnliche Maki und enthalten besondere Zutaten. Sie werden ungeschnitten und in Stille verzehrt, während man in die diesjährige „Glücksrichtung“ sieht, die vom chinesischen Sternzeichen abhängt. Dazu trinkt man an Setsubun Ingwer-Sake.

Beim Tsuina (jap. 追儺) werden an Tempeln und Schreinen Gebetstexte vorgelesen und anschließend als Oni verkleidete Teilnehmer mit Tänzen vertrieben. Ein älterer Brauch ist das Yaikagashi (jap. 焼嗅がし), wobei Sardinenköpfe auf Hiiragi-Zweige gespießt und über dem Türrahmen aufgehangen werden, um böse Geistern abzuwehren. In diesem Sinne: Dämonen hinaus! Glück herein!

Das Titelbild stammt von sakura_chihaya+, veröffentlicht unter den Creative Commons (Wikimedia Commons).

About Tim

ist 25 hat Anglistik, Germanistik und Medienpraxis in Essen studiert. Seit der Veröffentlichung von Dragonball ist er Manga- und Anime-Fan mit einer Vorliebe für Shounen-Manga und gute Stories.

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