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Lupin the Third – Der Meisterdieb

Lupin the Third (Lupin III, jap. ルパン三世) ist ein Manga- und Anime-Klassiker des Kult-Autoren Kazuhiko Katō, auch bekannt unter dem Namen Monkey Punch. Von 1967 bis 1972 wurde die ursprüngliche Manga-Serie im Weekly Manga Action-Magazin veröffentlicht, in der sich Lupin III von einem Weiberheld zu einem charmanten Meisterdieb entwickelte. Dank des erfolgreichen Manga wurde unter der Leitung von Masaaki Ōsumi ab 1971 eine Anime TV-Serie zu Lupin III produziert. Später wurde die Leitung von Hayao Miyazaki und Isao Takahata übernommen, und insgesamt drei Staffeln ausgestrahlt. Neben der Fernsehserie wurden eine Vielzahl von TV-Specials und Filmen veröffentlicht. In dem Film Lupin the Third – Der Meisterdieb kehrt der liebenswürdige Ganove im Live-Action-Format zurück auf die heimischen Fernseher, in Deutschland herausgebracht von Splendid Film. Zwar ist sie nicht die erste Realverfilmung (die kam bereits 1978 heraus), aber die erste, in die viel Arbeit gesteckt wurde. Alleine 2 ½ Jahre wurde am Script gearbeitet, die restliche Produktion dauerte weitere 1 ½ Jahre. Ob das gute oder schlechte Vorraussetzungen sind? Seht selbst.

Lupin the Third – Der Meisterdieb

Lupin the Third – Der Meisterdieb soll eine Art Ursprungsgeschichte für die Lupin-Gang darstellen, die am Anfang des Films noch Konkurenten innerhalb einer fiktiven Verbrecherorganisation sind. Nach einem Coup treffen sich alle Mitglieder in Hong Kong, um den zukünftigen Boss zu bestimmen. Doch Michael Lee, Lupins Erzfeind, verrät die Gruppe und stiehlt eine unschätzbar wertvolle Halskette von Kleopadra. Diese ist jedoch nicht komplett, und so beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit um ein Juwel, das, natürlich, im stärksten bewachten und gesichertem Komplex der Welt ist. Soweit ein Standard Plot für Lupin.

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Kameratechnik aus den 80er Jahren

Man fühlt sich in einen guten alten 80er/90er Action Film erinnert, wenn man die, nicht wenigen, Action-Szenen sieht. Denn mit den bewährten Techniken sehr schnelle Cuts, Zoom, komplett neuer Winkel und was sonst noch benutzt wurde, will man Action vermitteln. Als neues Element kommt die Shaky Cam dazu – und das macht es nicht besser. Bildtechnisch sind besagte Szenen in Lupin the Third – Der Meisterdieb nicht hübsch anzusehen, denn man sieht nur sehr wenig in den Kämpfen und selbst wenn man was sieht, hat man eher wenig Spaß daran. Lupin-Fans werden wahrscheinlich darüber hinweg sehen können, da die alten Stilmittel auch irgendwie zu Lupin passen.

Musik aus… nicht Lupin

Wenn das Bild nicht stimmt, muss es der Ton richten. Doch auch da fällt Lupin the Third – Der Meisterdieb eher schwach aus und bietet einen einlullenden Mix aus Jazz und Lounge Musik. Dort, wo z. B. Rurouni Kenshin einen packenden Mix aus Tradition und Moderne liefert, beginnt Lupin einzuschlafen. Dabei hätte man sich nur an einem von hunderten Soundtracks der Serie/Filme/OVAs bedienen müssen und hätte (fast) nichts falsch machen können. Nichtmal die ikonische Titelmusik hat es in den Film geschafft.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=dBc6cRk1uwA

Story und Charaktere zum Gähnen

Die Geschichte ist vorhersehbar und altbekannt, daher will auch nicht so wirklich richtige Lupin III Stimmung aufkommen. Zumindest die Charaktere Jigen und Goemon wurden gut getroffen und bringen ein wenig Stimmung in den Film. Der Hauptcharakter vermag das nämlich nicht. Zudem gibt es zwei neue Charaktere, die dem ganzen modernen Setting geschuldet sind. Einer der beiden Hacker ist von Anfang an dabei, der zweite taucht später einfach auf und wird in einem Nebensatz erwähnt, dass er jetzt zum Team gehört. Hauptcharaktereinführung durch einen Expositionssatz – das gibt es auch nicht alle Tage. Sätze, die die Hintergrundgeschichte erklären gibt es im Gegensatz dazu noch mehr in Lupin the Third – Der Meisterdieb. Das Motto von Film, „show, don’t tell“, wird hier nicht so ernst genommen.

Fazit zum Chaos

Lupin the Third – Der Meisterdieb ist harter Tobak, und er zeigt wieder einmal mehr, dass das Involvment vom Mangaka nicht unbedingt ein Garant für einen guten Film macht. Denn so richig gefallen wird Lupin the Third weder den Manga-/Anime-Fans noch komplett neuen Zuschauern. Hoffentlich verbrennt der Lupin III Live-Action nicht die Erde für zukünftige Lupin Anime, die eigentlich immer überzeugen können. Kurzum, das war echt schwach. Warten wir mal auf das angekündigte Sequel…

Handlung - 5
Charaktere - 6
Bild & Ton - 4
Unterhaltung - 5

5

Schwach

Nur für hardcore Lupin-Fans ein Highlight.

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About Tim

ist 25 hat Anglistik, Germanistik und Medienpraxis in Essen studiert. Seit der Veröffentlichung von Dragonball ist er Manga- und Anime-Fan mit einer Vorliebe für Shounen-Manga und gute Stories.

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