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DoKomi 2016

Anfang Mai war es wieder soweit, die DoKomi 2016 in Düsseldorf öffnete ihre Pforten und tausende Manga- sowie Anime-Fans strömten in die Landeshauptstadt. Dabei gab es dieses Jahr Altbewährtes und Neuerungen , wie kaum in den letzten Jahren. Aber der Reihe nach.

Ankunft und Parken

Dieses Jahr drohte kein Bahnstreik sowie keine Bauarbeiten an Gleisen in der Nähe, so dass die Otakus per Bahn bequem anreisen konnten. Autofahrer hingegen mussten mit Besuchern einer Parallelmesse am selben Standort um die Parkplätze direkt an der Messe kämpfen. Hier gab es dann jedoch Neuigkeit Nummer 1: Ein zusätzlicher Parkplatz ca. 15-20 Minuten zu Fuß entfernt wurde geöffnet und mit einem Shuttlebus konnte man von dort zum Eingang pendeln. Ein weiterer Pluspunkt war der sehr humane Preis von 5 Euro für das Parkticket – wer sonst auf Messen unterwegs ist, weiß, wie günstig das ist. Der einzige Nachteil war die leicht langwierige Abwicklung des Einparkens, so dass sich auf eine lange Strecke die Autos auf der Straße zurückstauten.

Neue Halle, neue Aufteilung

Ein Kritikpunkt der letzten Jahre waren auch immer die vollen Messeräume. So platzte auf der DoKomi 2015 der Händlerraum aus allen Nähten, die Zeichner wurden schon ein wenig ausgelagert und andere Räumlichkeiten quellten nur nicht über, weil 1. die Kartenanzahl sinnvoll limitiert wurde und 2. bei gutem Wetter sich viele Cosplayer vor dem Gelände aufhielten. 2016 hingegen alles anders. Der Zeichenworkshop wurde verlegt, alle Zeichner waren jetzt gemeinsam an einem Ort und die Händler zogen in die komplett neue und zusätzliche Messehalle. Und mit Halle ist tatsächlich Halle gemeint und nicht ein Raum des Kongressbereichs. Damit kommt auf der DoKomi 2016 zum ersten Mal wirklich Messefeeling auf, vor allem weil die Anzahl der Händler und die Vielfalt drastisch nach oben geschraubt wurden. Breite Gänge durch die riesige Halle: da ein Stand für Schwerter, dort für XXL-Mauspads und dahinten Nerd-Shirts und mehr. Für 100% der Halle reichte das zwar nicht, aber so konnten hinten noch eine Lasertag-Arena und eine Ansammlung von Otaku-Autos aufgebaut werden, mitsamt Sitzfläche zum Ausruhen. Hoffentlich wird nächstes Jahr die Halle nicht dann mehr zugestellt, denn es war schon sehr entspannt und lud gut zum Durchschlendern ein.

Verpflegung

Die Verpflegung war in diesem Jahr fast gleichzusetzen mit den letzten Jahren. Draußen ein Bubble Tea Stand, innen zwischendrin Stände mit Onigiris und anderen Kleinigkeiten. Dazu gesellten sich wie immer der Host Club Sweet Spice und das Maid Café Lucky Chocolate, die wie jedes Jahr unter unter chronischem Andrang litten. Das spricht aber auch für sich – im positivem Sinne. Zudem gab es auch wieder einen kleinen Essensbereich, in dem Standard asiatische Nudelkost verkauft wurde. Soweit wie immer also. Wäre da nicht die neue Halle mit einer kleinen Küche und Verpflegung durch Maruyasu. Im Schnellrestaurant-Stil konnte man japanische Speisen aller Art bekommen – leider zu Messepreisen. Geschmacklich lässt sich gar nichts dagegen sagen, aber preislich war es doch recht teuer, satt zu werden. Trotzdem wünschen wir uns für nächstes Jahr wieder Maruyasu, denn kulinarisch war das definitiv ein Plus auf der DoKomi 2016.

DoKomi 2016 Programm

Das Programm dieses Jahr war ähnlich der letzten Jahre, mit dem Klassiker Cosplay Ball und den Zeichenvorträgen von Manga Hamburg, die wie immer hervorragend waren. Die Workshops boten eine breite Palette an Themen, mit dem Fokus auf Cosplay und Synchronisation. Hervorgestochen ist der Workshops „Leben und Unterrichten auf dem japanischen Land“, den wir auch unter unseren Geheimtipps hatten. Ein Amerikaner erzählte dabei von seinem Leben als „Assistant English Teacher“ in Tottori. Mit viel Witz und Charme war das ein wirklich guter Einblick in sein Leben „drüben“. Vorteil und Nachteil waren die Übersetzungspausen durch eine DoKomi-Mitarbeiterin, die einen verdammt guten Job gemacht hat. Die Frage ist halt, ob man die Übersetzung braucht oder nicht.

Fazit

Was bleibt am Ende? Die DoKomi 2016 hat an den Kritikpunkten der letzten Jahre angesetzt und sich positiv weiterentwickelt. Aus einer guten Con ist dabei eine noch bessere geworden. Auch der Termin für die nächste DoKomi steht bereits fest: Am 3. und 4. Juni 2017 heißt es wieder „Auf nach Düsseldorf!“

About Tim

Tim
ist 25 hat Anglistik, Germanistik und Medienpraxis in Essen studiert. Seit der Veröffentlichung von Dragonball ist er Manga- und Anime-Fan mit einer Vorliebe für Shounen-Manga und gute Stories.

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