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Corpse Party Blood Covered

Die Schüler der Klasse sind eine gute Gemeinschaft und immer für einander dar. Erschöpft vom Sommerfest versprechen sie sich, für immer Freunde zu sein. Doch das Schicksal treibt ein böses Spiel und trennt direkt danach die alle Schüler. Und schickt sie in eine Dimension voller Leichen und Tod…

Corpse Party Blood Covered basiert auf einem Survival Horror Videospiel und erscheint seit August 2015 bei EMA (bis Ende des Jahres noch zum Vorzugspreis!). Neben dem Manga Blood Covered gibt es noch weitere Serien und zudem zwei OVAs.

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© 2015 Egmont Verlagsgesellschaften mbH

Corpse Party Blood Covered beginnt recht unschuldig. Die Schüler einer Klasse haben das Sommerfest hinter sich gebracht und sind nun dabei, sich gegenseitig Geistergeschichten zu erzählen. Da jedoch eine Schülerin die Schule wechselt und ihren letzten Tag hat, kommt plötzlich ein Gefühl von Traurigkeit in allen auf. Die zündendete Idee von Shinozaki ist dann, eine Papierpuppe namens Sachiko zu machen und alle gleichzeitig einen Teil von ihr abreissen zu lassen. Durch das Stück Papier werde man immer miteinander verbunden sein. Das muntert zwar alle auf, doch kurz darauf schlägt das Schicksal zu und alle Schüler fallen scheinbar ins Bodenlose. Naomi und Seiko erwachen wieder in einem alten Schulgebäude, doch vom Rest ist nichts zu sehen. Das Gebäude entpuppt sich als Tenjin Grundschule, die vor Jahren bereits abgerissen wurde und der jetzigen Schule Platz gemacht hat. Doch irgendetwas merkwürdiges geht hier vor, denn die Fenster nach außen lassen sich nicht öffnen. Vergessen sollte man an dieser Stelle auch nicht die diversen Leichen, die überall im Gebäude zu finden sind, und die kleinen Hinweise, was hier wirklich vor sich geht…

Corpse Party Blood Covered – Videospielumsetzung…

Corpse Party Blood Covered beginnt mit einer ausführlichen Ausarbeitung der Charaktere zu Beginn, was gut gelingt und wichtig ist für die späteren Kapitel. Denn schon bald haben wir nur noch zwei Protagonistinnen, die sich auf die Suche machen nach ihren Freunden. Die Motivation dafür wird zu Beginn gelegt und erhält so schon mal einen Pluspunkt. Die Charaktere an sich sind jedoch nichts, was man nicht schon irgendwo gesehen hat. Sie erfüllen jedoch ihren Zweck und sind zumindest gut ausgebaut worden.

Die Geschichte hingegen ist ein Schwachpunkt. Nicht wegen der Idee, die ist okay, aber von der Umsetzung. Es ist halt eine Umsetzung eines japanischen Videospiels, und das merkt man. Es etabliert sich nämlich direkt ein Schema: Die beiden Mädels treffen auf eine Leiche, erhalten einen Hinweis, gehen weiter. Treffen auf eine Leiche, erhalten einen Hinweis, gehen weiter. Spannung kommt dabei weniger auf, auch wenn die einzelnen Leichen gut gezeichnet sind. Außerdem gibt es kurz nach der Ankunft in der Dimension eine Szene, wo den Beiden direkt erzählt wird, wo sie sind, warum und was mit ihren Freunden ist. Ganz aus dem Blauen heraus wird hier Hintergrundwissen erzählt und den Charakteren sowie dem Leser einfach frei Haus geliefert. Die jeweilige Person ist dann auch direkt verschwunden, denn ihren Zweck hatte sie erfüllt… gutes Storytelling sieht anders aus.

Zeichnerisch hingegen gelingt es, Spannung aufzubauen und die Leichen sowie Hintergründe und Charaktere können sich durchaus sehen lassen. Da wird hervorragend Spannung aufgebaut.

Fazit

Corpse Party Blood Covered hat eine gute Idee, an der Umsetzung hapert es jedoch nicht, sieht man von den tollen Zeichnungen ab. Sollte die Serie in späteren Bänden vom Videospielmuster abweichen, lohnt sich jedoch ein zweiter Blick.

Die Schüler der Klasse sind eine gute Gemeinschaft und immer für einander dar. Erschöpft vom Sommerfest versprechen sie sich, für immer Freunde zu sein. Doch das Schicksal treibt ein böses Spiel und trennt direkt danach die alle Schüler. Und schickt sie in eine Dimension voller Leichen und Tod… Corpse Party…
Handlung - 60%
Charaktere - 60%
Zeichenstil - 75%
Lesespaß - 60%

64%

Satz mit X

Typische Videospielumsetzung

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64

About Tim

Tim
ist 25 hat Anglistik, Germanistik und Medienpraxis in Essen studiert. Seit der Veröffentlichung von Dragonball ist er Manga- und Anime-Fan mit einer Vorliebe für Shounen-Manga und gute Stories.

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One comment

  1. Tolles Review 😉
    Ich habe mir den Manga direkt zum Release geholt.
    Aufmerksam wurde ich eigentlich nur darauf, weil viele auf Twitter über das Game geschrieben haben, so bekam ich zufällig auch mit das es dazu einen Manga gibt.

    Mir persönlich hat die Umsetzung sehr gefallen und werde auf jeden Fall weiterhin dran bleiben und das Ganze verfolgen. 🙂

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