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Rurouni Kenshin

Rurouni Kenshin, der umherziehende Schwertkämpfer mit einer umgedrehten Schwertklinge, hat sich geschworen nie wieder zu töten. Deswegen hat er seinen früheren Namen Battosai abgelegt. Doch die Vergangenheit holt ihn ein, als er in Tokyo auf einen Auftragsmörder trifft, der den Namen Battosai benutzt…

Über Rurouni Kenshin

Rurouni Kenshin ist eine Manga- und Anime-Serie von Nobuhiro Watsuki. Der Titel setzt sich aus dem vom Künstler selbst erdachten Begriff „Rurōni“ (für Vagabund) und dem japanischen Wort „Kenshin“ (für Schwertherz) zusammen. Letzteres ist zudem der Name des Hauptcharakters, der als Samurai zur Meiji-Zeit lebt. Von 1994 bis 1999 wurde der Manga im Weekly Shōnen Jump Mangamagazin veröffentlicht und in 28 Bänden zusammengefasst. EMA veröffentlichte den Manga unter dem verkürzten Titel Kenshin. Ab 1996 wurde die 95-teilige Anime TV-Serie zu Rurouni Kenshin auf Fuji TV ausgestrahlt. Splendid Film brachte 2015 den gleichnamigen Live-Action Movie von 2012 nach Deutschland.

rurouni-kenshinIm Jahr Meji 11 in Tokyo

Die Schlacht von Toba-Fushimi in Kyoto ist in vollem Gange und an vorderster Front kämpft der Auftragsmörder Battosai. Gerade als Saito Hajime ihn zum Kampf auffordert, kommt eine Erklärung, dass der Krieg zuende ist. Battosai versenkt sein Schwert in der Erde, geht auf die Provokationen von Saito nicht ein und verlässt das Schlachtfeld. Später nimmt sich ein namenloser Soldat dem Schwert an.

Zehn Jahre später mordet ein neuer Battosai in Tokyo und gibt sich als ehemaliger Schüler des Dojos von Kaoru Kamiya aus. Der Ruf dessen leidet stark darunter. Dieser arbeitet für einen großen Drogenbaron, der das Land mit Opium überschwemmen will. Als eine wichtige Mitwisserin jedoch flieht, richtet der neue Battosai auf der Polizeistation ein Blutbad an und steht auch bald Kenshin gegenüber – dem alten Battosai unter neuem Namen. Er kann Kaoru beschützen und bringt sie zum Dojo zurück. Kurz darauf greift eine Schlägerbande das Dojo an und wird auch von Kenshin zurückgeschlagen. Da das Tragen eines Schwertes verboten ist, wird er festgenommen und trifft wieder auf Saito, der jetzt bei der Polizei ist. Dieser bittet ihn um seine Hilfe, doch Kenshin verneint. Wieder in Freiheit kommt es bald zur ersten direkten Begegnung mit dem Drogenbaron, der die Fäden von allem vorgefallenen in den Händen hält.

Rurouni Kenshin: Charaktere mittelmaß

Rurouni Kenshin hat es nicht einfach, denn Manga-Verfilmungen sind so eine Sache. Es muss viel Material in wenig Zeit gepresst werden – auch wenn Kenshin mit einer Laufzeit von 2 Stunden nicht gerade kurz ist. Die etwas längere Laufzeit hilft ihm jedoch, ein runderes Bild abzugeben als die meisten Live-Action Adaptionen. So wird die Hintergrundgeschichte von Kenshin gut ausgefüllt und sein Credo, niemals mehr zu töten, in vielen Punkten beleuchtet.

Auch die Gegenspieler bekommen zum Teil eine leicht tiefere Persönlichkeit. Leider bleibt Kenshins Kampfgefährte Sanosuke recht zweidimensional und auch der Drogenboss Kanryu kommt über „ich will Geld und die Welt beherrschen“ nicht hinaus. Zudem kommen er und seine Leute recht slappstickig und überzeichnet daher. Ständig fächern sie sich zu, tragen weiße Anzüge und Kanryu hat sogar einen weißen Hasen. Fehlt nur noch, dass er sich im Stuhl umdreht und ihn streichelt während jemand hereinkommt…

Rurouni Kenshin: Live-Action Eyecandy

Ganz klar liegt der Fokus auf den reichlichen Action-Szenen. Diese wirken jedoch nie überladen und sind immer gut nachzuvollziehen. Allzu schnelle Schnitte und Kameraschwenks sucht man glücklicherweise vergeblich. Das ganze wird gepaart mit einer tollen Choreografie und tollen Schauplätzen, so dass nie Langeweile aufkommt. Ein Highlight ist definitiv der Kampf von Kenshin und Sanosuke gegen eine riesige Meute im Garten, bei dem garantiert niemand wegschauen möchte.

Der heimliche Champion unter den Kämpfen ist jedoch nicht mal ein großer Schwertkampf, sondern findet mit den Fäusten zwischen Sanosuke und einem Antagonisten in einer Küche statt. Mit Tellerschlagen, Hähnchen essen und für das Hähnchen beten (Vegetarier) sowie Weintrinken inklusive.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=42friDgTF88

Fazit

Nicht umsonst hat Rurouni Kenshin bei seinem Debut rund 33,8 Millionen Euro eingespielt und gehörte in Japan zu den erfolgreichsten Filmen des Jahres. Die Schwertkämpfe sind sehr gut choreographiert, die Kameraarbeit solide und der Film als Manga-Umsetzung allgemein gut gelungen. Rurouni Kenshin schafft es sowohl seinen Fans treu zu bleiben, als auch als eigenständiger Film zu funktionieren.

Handlung - 75%
Charaktere - 75%
Kamera & Ton - 80%
Unterhaltung - 85%

79%

Sehenswert

Gute Umsetzung des Mangas

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About Melanie

ist 28 Jahre alt und lebt, liebt und arbeitet in Nordrhein-Westfalen. Mit Sailor Moon hat ihre Leidenschaft für Manga und Anime begonnen. Besonders Shojos haben es ihr angetan, doch mittlerweile ist kein Manga mehr vor ihr sicher.

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