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Appleseed

Appleseed (アップルシ-ド) von 2004 ist die mittlerweile zweite Verfilmung des gleichnamigen Mangas von Masamune Shirow nach Appleseed – Kampf um die Freiheit von 1988. Regie führte Shinji Aramaki. Der Film lief ab dem 17.04.2004 in den japanischen Kinos und erschien am 12.12.2005 in Deutschland von Universum Anime auf DVD. Dabei handelt es sich bei Appleseed um den ersten komplett am Computer erstellten Animationsfilm nach einer Manga-Vorlage.

In einer fernen Zukunft befindet sich die Erde nach dem Dritten Weltkrieg in Ruinen, auch wenn ein Friedensvertrag unterschrieben wurde. Olympus ist die einzige Stadt, die noch bewohnbar ist. Doch davon weiß die Elite Kämpferin Deunan Knute nichts, sie kämpft weiterhin zwischen urbanen Ruinen. Plötzlich wird sie jedoch von einer unbekannten Militärmacht überwältigt und nach Olympus gebracht. Ihr totgeglaubter Geliebter Briareos, nun ein Cyborg, und eine Ärztin erklären ihr die derzeitige Situation. Olympus wird zur Hälfte von Menschen und zur Hälfte von Humanoiden namens „Bioriden“ bewohnt. Letztere ähneln den Menschen äußerlich, können sich jedoch nicht fortplfanzen und habe eine Lebenserwartung, die immer wieder „aufgefrischt“ werden muss. Zudem sind sie „perfekte Wesen“ – sie sind friedlich und repräsentieren nur das „Gute“. Deunan wird jedoch in einen Machtkonflikt hineingezogen, der zwischen dem Ältestenrat auf der einen Seite und einem General auf der anderen Seite tobt. Deunan muss sich nun für eine Seite entscheiden. Und dabei ihre eigene Vergangenheit aufdecken.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=aglWTIOZFow

Appleseed – Chance vertan

appleseed-animeAppleseed hätte nach dem durchwachsenen Final Fantasy – Die Mächte in dir alles richtig machen können, bleibt jedoch hinter den Erwartungen zurück. Denn die grobe Story mit der letzten Stadt der Menschheit, die zwischen Menschen und Bioriden geteilt ist, klingt durchaus interessant. Leider verliert sich Appleseed dann in Klischees und wirkt teilweise unverständlich. Es fällt teilweise schwer der Handlung zu folgen, wenn man nicht ein wenig mehr Hintergrundwissen vom Manga hat. Die Klischees, oder auch Topoi, sind dann bekannte (Hollywood) Standardkost. Der (unfreiwillige) Spion in den eigenen Reihen, ein Amulett, welches am Ende alles auflöst, eine problematische Liebesgeschichte zwischen Cyborg und Mensch.

Hinzu kommt, dass hier mit einem Mix zwischen 2D- und 3D-Animation gearbeitet wurde, der nicht gut gealtert ist. Kann man sich den komplett in 3D produzierten Final Fantasy Film durchaus noch ansehen, wirkt der 2D/3D Mix von Appleseed sehr befremdlich. Denn die Charaktere sind in 2D (und auch da eher in Form von Cell-Shading) gehalten, während die Umgebung in 3D gerendert wurde. Dabei verliert Appleseed den Charme eines Anime und vermag es nicht mehr die Emotionen zu transportieren. Die Bewegungen der Charaktere vor dem 3D-Hintergrund wirken zudem hölzern und unnatürlich.

Tolle Kämpfe & ein guter Soundtrack

Auf dem Plus-Konto kann Appleseed jedoch schöne und spannende Kampfanimationen verbuchen und sogar Spiegelungen auf Oberflächen wurden schön umgesetzt. Und auch der Techno-Soundtrack mag zunächst deplatziert wirken, passt aber in das Gesamtkonzept. Der Verzicht auf den gängigen J-Pop kommt Appleseed zu Gute und trägt den Film durch einige Szenen. Mag der Rest des (zu langen) Films wirken wie eine Techdemo.

About Tim

ist 25 hat Anglistik, Germanistik und Medienpraxis in Essen studiert. Seit der Veröffentlichung von Dragonball ist er Manga- und Anime-Fan mit einer Vorliebe für Shounen-Manga und gute Stories.

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